Was ist Montessori-Therapie?
Montessori-Therapie basiert auf der Montessori-Pädagogik und hat die Aufgabe, Entwicklungsprozesse zu unterstützen. Die Therapie ist ein ganzheitliches Angebot, das sich nach den Bedürfnissen, Interessen und Möglichkeiten des Einzelnen richtet. Dieses individuelle Eingehen auf den Menschen macht die Montessori-Therapie anwendbar für alle Altersgruppen, beginnend bei einem Entwicklungsalter von ca. 6 Monaten.
Sie ist eine Therapieform, bei der Eltern und alle Bezugspersonen einbezogen werden, um die Erlebniswelt zu erweitern.
Montessori-Therapie fördert die Selbstbestimmung, das Selbstbewusstsein und das Verständnis für das eigene Ich, das Erkennen der eigenen Möglichkeiten und die Suche nach dem eigenen Weg.
Was kann Montessori-Therapie?
Jedes Kind will groß werden, es will wachsen, es will sprechen, es will lernen. Dazu braucht es Vertrauen, es braucht das Gefühl, etwas wert zu sein.
Beim Arbeiten mit Montessori-Material erlebt das Kind, dass es selbst bestimmen kann, was es „leistet“. Entsprechend seinen individuellen Möglichkeiten baut es seine Fähigkeiten auf und hat das Erlebnis der Kompetenz.
Das Kind erlebt:
„Ich kann etwas, ich weiß etwas“.
Diese Erfahrung wird in den Alltag transferiert durch Übungen, die sich integrieren lassen ohne dass Druck aufgebaut wird oder zusätzliche Belastung entsteht.
Ziele der Montessori-Therapie
Oberstes Ziel ist der Aufbau und die Festigung des Selbstwertgefühls. Durch eigenverantwortliches Arbeiten mit dem Material wird das Selbstbewusstsein gestärkt.
Der Therapeut ist vorrangig Beobachter und Begleiter des Entwicklungsprozesses. Er schafft die Rahmenbedingungen durch die vorbereitete Umgebung.
Die Ziele werden auf der Basis von ärztlichen oder psychologischen Gutachten, der Beobachtung, der individuellen Bedürfnisse vom Kind und seinen Bezugspersonen erstellt.
Montessori-Therapie dient
- der Bewältigung täglicher Anforderungen
- der Aneignung von Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen
- derWahrnehmungsfähigkeit
- dem Erkennen kosmischer Zusammenhänge
- dem Entwicklungsaufbau
- der Festigung von Selbstwertgefühl, Selbstachtung und Selbstverantwortung
- dem Abbau von Ängsten
- derErweiterungvonPhantasieundKreativität
- dem Selbstbewusstsein
- der Lern-und Leistungsmotivation
- der Integration in eine Beziehungsgruppe
